Familien Zeit

Mehr Zeit für die Familie

Die Lebenswirklichkeit von Familien hat sich geändert: Immer mehr junge Mütter gehen einem Beruf nach, immer mehr Väter wollen sich stärker am Familienleben beteiligen und in immer mehr Familien gibt es Angehörige, die Pflege benötigen. Der Wunsch nach Angeboten, die es Frauen und Männern gleichermaßen ermöglichen, Zeit für die Familie und den Beruf zu haben, ist groß. Das Bundesfamilienministerium nimmt diese Bedürfnisse ernst und stellt mit ElterngeldPlus, Familienpflegezeit und Kita-Ausbau die Weichen für eine neue Qualität bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Jungen Eltern und pflegenden Angehörigen bietet das künftig mehr Flexibilität und Sicherheit. Auch die Wirtschaft profitiert: In Zeiten des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels eröffnen sich für sie neue Perspektiven im Wettbewerb um quali- fizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

 

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ElterngeldPlus mit Partnerschaftsbonus und flexibler Elternzeit

Familie und Beruf partnerschaftlich aufzuteilen, ist der Wunsch immer mehr junger Frauen und Männer. Mit ElterngeldPlus, Partnerschaftsbonus und einer flexibleren Elternzeit wird es nun leichter, diesen Wunsch in die Tat umzusetzen. Künftig können Elterngeldbezug und Teilzeitarbeit besser miteinander kombiniert werden. Die Höhe der Unterstützung verringert sich beim ElterngeldPlus, dafür ist ein längerer Bezug möglich. Reduzieren Mutter und Vater parallel ihre Arbeitszeit, erhalten sie jeweils zusätzlich für vier Monate ElterngeldPlus. Damit können sich beide Elternteile um die Kinderbetreuung kümmern und sind länger finanziell abgesichert. Auch die Elternzeit wird deutlich flexibler: Eltern können sie nun in drei Zeiträume aufteilen und einen Teil der unbezahlten Auszeit später nehmen. Unternehmen profitieren von der schnelleren Rückkehr ihrer Beschäftigten und von den flexibleren Möglichkeiten bei der Personalplanung.

Mehr Zeit für Pflege und Beruf

Berufstätige, die sich um pflegebedürftige Angehörige kümmern, brauchen Freiräume und Sicherheit. Um die Pflege übernehmen zu können, steigen noch immer viele ganz aus dem Er - werbsleben aus – mit weitreichenden Folgen für den beruflichen Weg und die Alterssicherung. Mit dem Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf wird es Beschäftigten erleichtert, alles drei zu vereinbaren. Neu ist, dass in einer akut auftretenden Pflegesituation für bis zu zehn Arbeitstage Pflegeunterstützungsgeld als Lohnersatzleistung gezahlt wird. Wie bisher können sie mit der Pflegezeit bis zu sechs Monate ganz oder teilweise aus dem Beruf aussteigen, um ihre Angehörigen zu pflegen. Neu ist zudem der Anspruch auf Familienpflegezeit, mit der die Arbeitszeit bis zu 24 Monate lang reduziert werden kann. Auch der Kreis der nahen Angehörigen wird zeitgemäß erweitert. Mit dem erweiterten Kündigungsschutz sind Beschäftig - te insgesamt besser abgesichert. Den Unternehmen bleiben sie als qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten.