Grundpflege

Grundpflege SGBXI Leistungen

Grundpflege Zur Grundpflege im Sinne des SGB XI gehören pflegerische Hilfen aus den Bereichen Körperpflege, Ernährung und Mobilität und ausdrücklich nicht die hauswirtschaftliche Versorgung. Hilfen bei der Durchführung ärztlicher Anordnungen (Beispiel: Versorgung mit Medikamenten) werden in der Regel ebensowenig berücksichtigt. Ganz kurz: es geht um Hilfen zum Waschen, Kleiden, bei Toilettengängen, der Nahrungsaufnahme (nicht die Zubereitung!) und allen Wegen die dazu nötig sind. Was die Pflegeversicherung im Einzelnen zur Grundpflege zählt, ist in den Begutachtungsrichtlinien beschrieben.

Was gehört zu Grundpflege ?

Körperpflege: Zur Körperpflege zählen:Hautpflege/Gesichtspflege,Haare waschen/Haartrocknung, Waschen inkl. Vor- und Nachbereitung und abtrocknen, Duschen inkl. Vor- und Nachbereitung und abtrocknen, Baden inkl. Vor- und Nachbereitungund abtrocknen, Zahnpflege, Kämmen, Rassieren, auch der Damenbart gehört dazu, Darm- und Blasenentleerung. Nicht zur Grundkörperpflege gehören schminken, Haare schneiden, Frisuren legen.

Ernährung: Zum Bereich Ernährung zählen das mundgerechte Zubereiten der Nahrung, also die letzten Maßnahmen vor der Nahrungsaufnahme, zum Beispiel Zerkleinern, Einfüllen von Getränken. Die Nahrungsaufnahme selbst ist das zweite Kriterium bei der Ernährung. Spezielle Ernährungs- formen, wie Sondennahrung, einschließlich der Pflege der Sonde, werden auch dazu gezählt. Auch die Aufforderung zur Nahrungsaufnahme wird mit einbezogen.

Mobilität: Zur Mobilität werden gezählt: notwendige Hilfestellungen bei selbstständigen Aufstehen und zu Bett gehen, umlagern, An- und Auskleiden, zum Beispiel öffnen und schließen von Verschlüssen, notwendige Hilfestellungen beim Gehen, Stehen im Sinne von Transfer, Benutzung des Rollstuhls, Treppensteigen, nur bei Nachweis der Notwendigkeit, Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung, aber nur bei unmittelbarer Notwendigkeit, zum Beispiel Arztbesuch. Zu den Prophylaxen im Rahmen der Grundpflege gehören unter anderem: Vermeidung von Wundstellen, bzw. Dekubitusvorsorge, Erkennen von Schluckstörungen, Vorsorge hinsichtlich Infekten und Grippe, Vermeidung von Flüssigkeitsdefiziten und Mangelernährung, Thromboseprophylaxe.

Jeder Pflegedienst bietet Hilfen bei der Körperpflege, Ernährung, Beweglichkeit und hauswirtschaftlichen Versorgung an. Die Unterstützung durch die Pflegedienste erfolgt durch so genannte Leistungspakete (Module). Die Leistungspakete sind mit den Kassen vertraglich festgelegt – sowohl was die Leistungsinhalte als auch die Entgelte anbetrifft. Wenn Sie einen Pflegedienst beauftragen, vereinbaren Sie mit ihm genau, welche Module erbracht und abgerechnet werden sollen. Zu den Modulen